Kira liest

„Kira liest“ – Eure Lieblingsbücher für Kira!

Die außergewöhnliche und tapfere junge Frau auf diesem Foto ist Kira. Trotz heftiger Schicksalsschläge, die sie in ihrem Leben bereits verkraften musste, hat sie nie ihren Lebensmut verloren. Bis zum letzten Jahr war sie tief und ehrfürchtig gläubig und hat stets felsenfest an Gott und das Gute geglaubt. „So wie meine über alles geliebte Mutter“, erklärt Kira. „Sie hat ebenso – vielleicht sogar noch inbrünstiger als ich – daran geglaubt. Aber nachdem wir sie im letzten Jahr verloren haben und mein ganzes Leben dadurch ohne jeglichen Sinn ist, habe ich meinen bei meinem Glauben erst einmal die ‚Pause-Taste‘ gedrückt.“ Gern würde Kira „einmal mit Gott darüber sprechen und ihn nach seinen Gründen für seine Entscheidungen befragen, die unser und mein Leben betreffen.“

In unserem letzten Telefonat erzählte sie mir, dass sie zurück zu Gott und ihrem Glauben gefunden habe. Ich habe mich sehr gefreut, das zu hören, denn auch mir hat mein Glaube gerade in den schweren Zeiten immer wieder Hoffnung zum Weitermachen gegeben. Die Hoffnung ist für mich eine der wichtigsten und mächtigsten Kräfte in unserem Leben. Sie hilft uns, wieder aufzustehen, weiter und voran zu gehen und zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Das Wichtigste, das ich gelernt habe, ist, dass wir nie im Schmerz zurückblicken sollten, nie in der Vergangenheit verhaftet bleiben dürfen. Denn wenn wir das tun, verbauen wir uns den Blick in die Zukunft. Besser ist es, dankbar zu sein für die schöne Zeit, die wir mit dem geliebten Menschen verbringen durften. Das ist schwer, denn es gibt vieles, das gerade in der Zeit der akuten Trauer stärker ist. Aber wenn man es schafft, ist es meiner Erfahrung nach der einzige Weg, der aus dem großen schwarzen Nichts zurück ins Licht führt.

Auch Kira versucht nach vorn zu schauen und dankbar zu sein für die wundervolle Zeit, die sie mit ihrer Mutter hier auf dieser Erde verbringen durfte. Zuversicht und Trost findet sie in den schweren Stunden auch immer wieder in der Literatur. Sie verehrt den katholischen Ordensmann Phil Bosmans, dessen Werke ihr schon unzählige Male – gerade auch nachdem ihre Brüder und ihre Mutter gestorben waren – Kraft und Hoffnung gespendet haben. Sie mag Seneca, Khalil Gibran, Ulrich Schaffer, und etliche mehr. “Ach, es gibt so viele wunderbare Autoren“, schrieb sie uns vor einiger Zeit. Ja, Kira würde auch viel lesen, wenn sie nicht unter Muskeldystrophie leiden würde. Wenn sie gesund wäre, würde sie manchmal auch tanzen, viel laufen, ab und zu mal auf ihrem Lieblingspferd reiten, täglich mit ihren Hunden spazieren gehen und hin und wieder die Welt bereisen. Das geht aber nicht, denn durch ihre Krankheit bekommt sie immer weniger Luft und muss ständig mit Sauerstoff versorgt werden. Wenn sie sich bewegt, wird ihr Atem bedrohlich knapp.

Vielleicht habt ihr Lust, gemeinsam mit uns Kiras Welt wieder etwas heller und bunter zu machen. Schickt ihr eure Lieblingsbücher unter dem Kennwort „Kira liest“ an unseren Verein „Was wirklich zählt im Leben e. V.“, Richard-Strauss-Str. 23, 14193 Berlin. Gemeinsam mit Kira sind wir schon sehr neugierig und gespannt darauf, was daraus wohl alles entsteht.

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