„Was wirklich zählt im Leben“ (WWZIL) hilft Menschen in akuten Lebenskrisen

Mit unserem Verein „Was wirklich zählt im Leben“ wollen wir uns ganz besonders um Menschen kümmern, die in eine akute Lebenskrise geraten sind, weil ein nahestehender Angehöriger plötzlich und unerwartet stirbt oder eine lebensbedrohliche Krankheit diagnostiziert wird. Gerade in dieser Phase einschneidender, gravierender Veränderungen in ihrem Leben, einer Phase, in der nichts mehr so ist wie es einmal war, einer Phase der Trauer, Wut, Hilflosigkeit und Unsicherheit, benötigen Eltern, Lebens- oder Ehepartner, aber auch Geschwister Unterstützung.

Meist stellen Angehörige in einer solchen Situation ihre eigenen Bedürfnisse zurück und vermeiden es nicht selten, über ihre eigenen Probleme zu sprechen, weil sie glauben, dass sie damit allein zurecht kommen müssen und es ihnen im Vergleich, mit dem, was ihr geliebter Mensch gerade durchmacht oder durchgemacht hat, meist unbedeutend erscheint. Doch gerade sie sind in dieser Situation einer ungewöhnlichen körperlichen und seelischen Belastung ausgesetzt.

Viele unbekannte Dinge stürzen gleichzeitig auf sie ein, nie gekannte Gedanken und Gefühle in ungeahnten Tiefen drohen sie zu überwältigen und nicht selten zu lähmen. Dazu kommt, dass sie neben dem seelischen Schock viele praktische Dinge erledigen müssen, mit denen sie sich oft überfordert fühlen. Sie stehen plötzlich vor der Aufgabe, die Doppel- und Dreifachbelastung von Beruf, Familie und gesellschaftlichem Leben ganz allein bewältigen zu müssen. Das ist nicht nur psychisch extrem belastend, sondern kann auch dazu führen, dass sie ihre Situation als chaotisch empfinden, sie das Gefühl haben, dass ihnen ihr Leben entgleitet, sie die Kontrolle verlieren und mutterseelenallein auf dieser Welt sind.

Auch Freunde und Verwandte können hier meist nur begrenzt helfen. Die Erfahrung zeigt, dass sie sich nach kurzer Zeit zurückziehen. Das vorhandene Versorgungssystem kann auf plötzliche Lebensbrüche weder schnell genug noch unbürokratisch reagieren. Auf einen Therapieplatz warten Menschen oft sechs Monate und länger.

Gebraucht werden jedoch sofortige und unkonventionelle Hilfen, denn Lebensbrüche können leichter bewältigt werden, wenn sich Menschen nicht allein gelassen fühlen. Wir möchten für diese Menschen da sein, ihnen in ihrer schwierigen Lebenssituation stützend und hilfreich zur Seite stehen, ihre Selbstkompetenz und Resilienz stärken und ihnen Wege aufzeigen, wie sie mit der Herausforderung besser fertig werden können.

Deshalb bieten wir eine ganzheitliche Begleitung an, die sich an den individuellen Bedürfnissen der Betroffenen orientiert: Um herauszufinden, was der einzelne Mensch  wirklich benötigt, führen wir mit ihnen vor Ort ein ausführliches Erstgespräch, in dem wir auf ihre Wünsche und Bedürfnisse eingehen und mit ihnen gemeinsam die Art und Weise der Unterstützung festlegen, die sie in ihrer speziellen Situation benötigen.

Das kann

  • eine psychotherapeutische Krisenintervention,
  • Unterstützung bei sozialrechtlichen Fragen (SGB V,IX und XI),
  • eine Kurzzeittherapie,
  • Vermittlung komplementärer Therapien (z.B. Yoga, Feldenkreis, Osteopathie etc.),
  • eine spirituelle Unterstützung (beispielsweise durch einen Pastor, einen Priester oder einen Buddhisten),
  • die Organisation praktischer Hilfen vor Ort oder auch eine finanzielle Unterstützung sein.

Dafür stellen wir ein vielfältiges Netzwerk von professionellen Hilfsangeboten und freiwilligen Helferinnen und Helfern bereit. Vorerst für die Region Berlin-Brandenburg, später auch bundesweit.

Unsere Hilfen sind unabhängig von der finanziellen Situation der betroffenen Menschen und orientieren sich allein an ihrer „Bedürftigkeit“. Wir helfen Eltern, Ehe-, Lebenspartnern und Geschwistern unmittelbar, unkonventionell  und unbürokratisch.

Die Hilfe ist kostenlos. Wer aber für andere etwas spenden kann, dessen Gabe ist willkommen.

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